Der behütete Schlaf

5.6.21

Das Werk hängt am Künstler wie ein drittes Bein. Das brauchen wir nicht zum laufen, wir sind an zwei gewöhnt, aber wir können es trotzdem nicht abwerfen – genausowenig wie unsere materialisierten Empfindungen. Sie brauchen einen Platz. Einen behüteten, an dem sie die Zeit überdauern können, unsere Lebenszeit und die unserer Enkel. Das Universum, so haben wir es im Gefühl, braucht unsere Kunst. Es würde mir reichen, wenn mein Werk, ungelesen, in einem eiswandgeschützen Bergstollen nahe dem Erdkern ruhen könnte. Für Äonen. Denn was ist schon ein Verlag gegen die Ewigkeit?

Getier

6.3.21

Immerhin habe ich mein Gedicht über den Tod ("Die Kneipe") auf einer Website namens Lyrikmond veröffentlicht. Daraufhin hat sich eine Autorin des WDR gemeldet und mit mir für "Jenseits von Eden" ein Interview gemacht . Dies soll mir als Ermutigung dienen! Kleinvieh macht auch Mist. Wieviel machte dann erst großes?

Ein Schaukelpferd für einen Agenten, eine Agentin

10.9.20

Ich weiß, es heißt Himmelreich, aber darunter kann ich mir nichts vorstellen. Jedenfalls jemand, der mich ans Akquirieren erinnerte. Direkt beim ersten Schreibtischsetzen. Nun ist ein ganzer Monat seit meinem Vorhaben, mich ab sofort jeden Tag der Welt zu zeigen, vergangen, und nichts ist geschehen. Ich schreibe und schreibe, nun zur Abwechslung Gedichte. Aber wohin damit? Wohin damit???

Diese Art Prosa - meine Prosa

5.8.20

ist nicht so verbreitet. Kurzgeschichten kennt man, sie werden mehr oder minder häufig verlegt, doch ich schreibe keine. Kurzgeschichten sind kürzer als Novellen oder Romane, aber noch immer viel viel länger als meine Prosa. 

Was heißt eigentlich "meine Prosa"? Ich bin nach all den Jahren noch immer unsicher, wie ich sie bezeichnen soll. Wenn man mich fragt, sag ich, ich schreibe Kurzprosa oder Kurztexte. Klingt beides unerfreulich. Ersteres sagt nur was aus über das Genre, nämlich gebundene Sprache im Gegensatz zu den gebrochenen Sätzen der Lyrik oder den Ebenda-Äußerungen der Dramendialoge. Letzteres klingt eher nach Werbung, also nach nicht viel Inhalt, beziehungsweise Wortwahl zur Beeinflussung. Wie also kann ich von etwas sprechen, das schon vorbei ist, bevor ich zu Ende erklärt habe? - Das ist die eine Schwierigkeit.

Die andere ist deren Vermarktung. Ganz schreckliches Wort. Deren gefällige Wertschätzung meine Damen und Herren VerlegerInnen! meine ich. Seht her! Staunt! Goutiert!

Wie ich

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Abb.: Vera Henkel vor Neusser Hafenpanorama