Freiflottwahn

ist eine Reihe von Texten, die ich seit Jahren "aus der Lameng" heraus schreibe. Ohne nachzudenken, die Worte kommen einfach so, ich bin immer wieder überrascht, wo sie hinführen. Oft ist ein wahnhaftes Element dabei, so kommt es mir vor. Jedoch drängen sie hinaus. Nun schreibe ich einige hier auf meine Website, weil ich nicht anders weiß, wohin damit und meine Schubladen überquellen.

Aus manchen Freiflotts entwickeln sich unversehens gute Texte. In dem Fall veröffentliche ich hier nur ihre Anfänge. So bekommen Sie einen kleinen Einblick in die Entstehungsmomente meiner Geschichten.

Bevor der König aufsteht, denkt er...

(19.5.26) Ah, nochmal räkeln! Ist das schön im Bett! Ich mag mich gar nicht erheben, da rufen ja meine Staatsgeschäfte nach mir! Egal, solange ich die Augen nicht öffne, merkt keiner, dass ich wach bin, ahhh, ist das gut, König zu sein!

     Mal überlegen, wen köpfe ich heute? Ich will mich nicht immer ans Protokoll halten, köpfe ich doch mal jemanden, der nicht auf der Liste steht. Münter beispielsweise, diesen Geck mit der ovalen Vorderstirn: Münter, mein Außenministerchen, Überraschung!

     Ich höre schon sein Protestgestammel: "Aber, aber...", den langen Hals einladend in alle Richtungen windend, "es sollte doch Kramer treffen, diesen ehrgeizigen Lux!" Pech. Umdisponiert. Doch nun ist mir nach Prickel.

     "Baden will ich!", rufe ich, und alles Dienstvolk, das bis jetzt untätig mein Lager umstanden hat, schreckt auf. "Man lasse mir ein Solebad ein, mit Sprudel! Und nein, meine Augen öffne ich nicht!"

Das ist nun ein vollständiger Prosatext geworden. Weshalb er an dieser Stelle aufhört. So passiert es mir manchmal: ich schreibe drauflos, und die Worte führen mich zu Themen, die gerade bearbeitet werden wollen.

Der Dichter

Freiflottwahn

Wie ich